Rauchwarnmelder Test 2017 – Die Besten im Vergleich

aktualisiert am 18.02.2017 @ 20:26

Vielfach werden Brände in Haushalten und Geschäftsräumen, ohne Rauchwarnmelder, nicht früh genug entdeckt. Häufig kann die Feuerwehr erst einschreiten, wenn sich Feuer und Rauch schon weit verbreitet haben.

Rauchwarnmelder Test des Gira Dual Q

Rauchwarnmelder Test - Gira Dual

Die Folge sind nicht nur hohe Sachschäden, sondern Rauchvergiftungen und Brandverletzungen, wenn Menschen das Gebäude nicht rechtzeitig verlassen können. Bei Hausbränden kommen in Deutschland jedes Jahr mehrere Hundert Personen um oder erleiden schwere Verletzungen. Daher ist es wichtig, Brände rechtzeitig zu erkennen, bevor Rauch- und Feuerentwicklung Überhand nehmen.

Für Abhilfe kann die Anbringung von Rauchwarnmeldern sorgen. Mittels elektrischer oder chemischer Verfahren erkennen Rauchwarnmelder Rauchentwicklungen frühzeitig und weisen über laute Warnsignale auf die Brandgefahr hin.

Manche Rauchmelder Modelle senden auch automatisch einen Alarm an die nächstgelegene Feuerwehrstation. Die Bewohner können sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, und es ist dafür gesorgt, dass die Feuerwehr rechtzeitig eingreifen kann. In großen Geschäftsräumen und öffentlichen Gebäuden schreibt das Baurecht die Anbringung von Rauchwarnmeldern vor.

Auch wenn für private Wohnungen und Gebäude keine gesetzliche Verpflichtung besteht, ist die Installation von Rauchmeldern auch hier sehr zu empfehlen. Gewöhnliche Rauchwarnmelder gibt es schon für kleines Geld im Handel zu kaufen.

Auf dem Markt gibt es aber auch professionelle, technische ausgereifte Modelle, für die man etwas tiefer in die Tasche greifen muss. Lohnt sich die Anschaffung eines solchen Geräts? Dies habe ich an Hand des neuen Gira Rauchwarnmelder Dual einmal getestet. Dieses High-Tech-Gerät kann laut Hersteller nicht nur Rauchentwicklung detektieren, sondern auch gleich die Brandart bestimmen und den Brandherd zuverlässig lokalisieren.

Gira Rauchwarnmelder im Detail

Darüber hinaus bietet der Gira Rauchwarnmelder Dual weitere komfortable Steuerungs- und Bedienfunktionen, von denen man bei andren Rauchmeldern nur träumen kann. Beim Test dieses neuartigen Rauchmelders der Spitzenklasse habe ich folgende Frage zugrunde gelegt:

  • Welche Zusatzfunktionen hat das Gerät im Vergleich zu Standardrauchmeldern?
  • Sind diese Funktionen unbedingt nötig?
  • Funktioniert das Gerät zuverlässig (z. B. Erkennung von geringer Rauchentwicklung, Vermeidung von Fehlalarmen)?
  • Sind Installation und Handhabung nutzerfreundlich oder zu kompliziert?

Technische Daten des Gira Rauchwarnmelder Dual

Der Gira Rauchwarnmelder Dual besteht aus drei Teilen: Der Gerätesockel, das Funktionsmodul und das Relaismodul, das den Rauchmelder mit externen Warngebern verkoppeln kann. Der Rauchmelder ist mit einer optischen und einer akustischen Alarmanzeige ausgestattet. Der akustische Alarm erreicht eine Lautstärke von 85 Dezibel.

Der Rauchwarnmelder operiert mit einer Nennspannung von 9 Volt. Er arbeitet mit gewöhnlichen Batterien, während die Module an das gewöhnliche Stromnetz angeschlossen werden können. Das Kunststoffgehäuse des Geräts hat die Maße 125 mal 48 Millimeter und ist 213 Gramm (ohne Batterie) schwer. Somit ist das Gerät kleiner und handlicher als andere Rauchmelder.

Der Rauchmelder arbeitet innerhalb einer Temperaturspanne zwischen -5 und +50 Grad zuverlässig. Insgesamt können 40 Rauchwarnmelder mit dem Funktions- und Relaismodul vernetzt werden.

Technische Daten:

  • Nennspannung: 9 V DC
  • Batterieausfallsignal: 60-s-Takt, 30 Tage
  • ​Optische Anzeige: Leuchtring rot
  • ​Akustische Alarmanzeige: Piezosignalgeber, intermittierend
  • ​Lautstärke: ca. 85 dB (A) bei 3 m
  • ​Lautstärke im Testbetrieb: ca. 73 dB (A) bei 3 m
  • ​Gehäusemaße: 125 x 48 mm (Ø x H)
  • ​Kunststoffmaterial: PC-ASA
  • Betriebstemperatur: -5 °C bis +50 °C
  • Lagertemperatur: -20 °C bis +65 °C
  • Gewicht (ohne Batterie): ca. 213 g
  • Schutzart: IP 42
  • VdS-Anerkennung: 0786-CPD-20896, VdS G209202

Welche Zusatzfunktionen bietet der Gira Rauchwarnmelder Dual?

Im Unterschied zu gewöhnlichen Geräten operiert der Gira Rauchmelder mit zwei Erkennungsverfahren gleichzeitig. Er erkennt kleinste Rauchpartikel mit Hilfe eines optischen Verfahrens und misst über Wärmesensoren Temperaturveränderungen in den Räumlichkeiten. Diese Doppelfunktion erhöht nicht nur die Sicherheit, sie ist auch in der Lage, verschiedene Brandarten schnell und sicher zu erkennen. Beispielsweise können Flüssigkeitsbrand und Schwelbrand unterschieden werden. Die thermischen und optischen Sensoren des Rauchmelders senden ihre Werte ständig an ein Überwachungsmodul, das sie prüft und im Ernstfall Alarm gibt.

Rauchwarnmelder von Gira im Einsatz

Das Überwachungsmodul berücksichtigt dabei Störfaktoren, um Fehlalarmauslösungen zu vermeiden. Mittels eines Funktionsmoduls können alle Rauchmelder in verschiedenen Räumen eines Gebäudes vernetzt werden. Dies hat den Vorteil, dass der Alarm zentral ausgelöst werden kann und sofort in allen Bereichen eines brandgefährdeten Gebäudes vernommen wird. An ein Relaismodul können zudem externe Warngeber angeschlossen werden. Lässt sich in einem Raum eine stärkere Rauchentwicklung einmal nicht vermeiden, kann man den Gira Rauchmelder einfach per Knopfdruck für 15 Minuten deaktivieren. Danach schaltet er sich automatisch wieder ein.

Die Zusatzfunktionen des Gira Rauchmelders erscheinen mir gut durchdacht. Die Kombination von optischen und thermischen Sensoren sorgt für mehr Sicherheit. Die Vernetzung mehrerer Rauchmelder macht vor allem in großen Gebäuden Sinn. Die Deaktivierungsfunktion ist für Werkstätten oder Küchen sinnvoll. Der 15-Minuten-Zyklus ist aber deutlich zu kurz. Eine gute Idee ist, dass der Gira Rauchmelder nur mit einem Spezialschlüssel abmontiert werden kann. Das macht ihn ideal für die Anbringung in Schulen und Mietshäusern.

Funktioniert das Gerät zuverlässig?

Wegen der doppelten Sensorenfunktion funktioniert der Gira Rauchmelder deutlich zuverlässiger als herkömmliche Modelle. Misst ein Rauchmelder nur die Rauchentwicklung, kann das Feuer bereits weit vorgedrungen sein. Misst er nur Temperaturveränderungen, kann es im Falle eines lokalen Schwelbrandes auch schon zu spät sein.

Für optimale Sicherheit sorgt erst die Kombination aus beiden Verfahren. Die Alarmgebung lässt sich weder überhören noch übersehen. Gegenüber Fehlalarmen ist das Gerät allerdings nicht mehr oder weniger anfällig als andere Rauchmelder auch. Die Deaktivierungsfunktion ist sinnvoll, für Arbeitsräume mit ständiger Rauchentwicklung aber nicht praktikabel.

Sind Installation und Handhabung nutzerfreundlich oder zu kompliziert?

Die Gira Rauchwarnmelder unterscheiden sich in Größe und Gewicht wenig von gewöhnlichen Rauchmeldern. Auch ihre Installation funktioniert genauso einfach. Die Vernetzung mit dem Funktions- und Relaismodul läuft funkgesteuert ab, so dass keine zusätzlichen Programmierungen erforderlich sind. Die Wartung ist kinderleicht:

Man muss nur auf einen Prüfknopf drücken und das Gerät zeigt an, ob es einwandfrei funktionsfähig ist oder nicht. Müssen die Batterien gewechselt werden, wird die über eine Warnleuchte 30 Tage lang angezeigt. Obwohl es sich beim Gira Rauchmelder um ein High-Tech-Gerät handelt, sind seine Installation und Handhabung unkompliziert.


Die neueste Generation der Rauchwarnmelder

Sind Sie noch auf der Suche nach dem optimalen Brandschutz für ihr Heim? Gleich doppelte Sicherheit schafft der Gira Rauchwarnmelder Dual dadurch, dass er mit zwei Erkennungsverfahren ausgestattet ist. Durch seine optische Erkennung auch kleinster Rauchpartikel, rettet er Menschen aus Bränden bevor die Situation für diese gefährlich werden kann.

Das Prinzip der optischen Erkennung basiert auf dem optischen Streulicht mit prozessgesteuerter Signalauswertung, somit erkennt der Rauchmelder Rauchentwicklungen äußerst schnell. Zusätzlich werden Temperaturänderungen im Raum durch Wärmesensoren gemessen und hierdurch wird schneller erkannt, ob es sich etwa um einen Schwelbrand oder Flüssigkeitsbrand handelt.

Gira Rauchwarnmelder Dual mit intelligenten Überwachungsmodul

Da der Gira Rauchwarnmelder Dual mit einem intelligenten Überwachungsmodul ausgestattet ist, ist ständig gewährleistet, dass alle optischen und thermischen Werte in den Räumen gemessen werden um so evtl. Verunreinigungen in der Raumluft auszuschließen. Über die Driftkompensation wird die Verschmutzung der Rauchkammer ausgeglichen und somit werden Fehlalarm Auslösungen vermieden, während die hohe Brandempfindlichkeit immer gewährleistet bleibt.

Wenn Sie sich für den Gira Rauchwarnmelder Dual entscheiden, entscheiden Sie sich ebenfalls für ein optimales Einsatzgerät für Räume wie beispielsweise ihre Küche, da die optische Raucherkennung für 15 Minuten ausgeschaltet werden kann und somit starke Dampfentwicklungen wie etwa aus dem Kochtopf nicht stören können.

Für Ihre Sicherheit in solchen Fällen ist durch die Wärmesensoren selbstverständlich ebenfalls gesorgt, die weiterhin zuverlässigen Brandschutz im Raum gewährleisten. Die Abschaltung der Raucherkennung ist durch die in der Mitte positionierten Taste kinderleicht und lässt sich so z. B. durch einen Besenstiel erreichen. Nach Ablauf der 15 Minuten werden neben den thermischen Werten auch wieder die optischen geprüft.

Der Gira ist vernetzbar

Es ist möglich den Rauchmelder mit bis zu 40 weiteren Gira Rauchwarnmeldern Dual zu vernetzen, somit wird ein Signal an alle vernetzen Rauchmelder weiter gegeben sobald in einem Raum Rauch- oder Wärmentwicklung erkannt wurde. Dies führt dazu, dass im ganzen Gebäude gleichzeitig Alarm ausgelöst wird.

Attraktive Einsatzorte wären unter anderem auch Schulen, Gewerbe- und Mietobjekte, da dieses Produkt einen Demontageschutz bietet. Sobald diese Schutzfunktion an der Montageplatte aktiviert wurde, lässt sich diese Verriegelung z. B. für Wartungsarbeiten nur noch mit einem Werkzeug öffnen.

Ein manueller Funktionstest ermöglicht es den Gira Rauchwarnmelder Dual zu prüfen. Drücken Sie hierfür die Funktionstaste für mindestens vier Sekunden. Das der Rauchmelder funktionstüchtig ist, erkennen sie an einem kurzen Quittierton mit anschließendem Erklingen des Signaltons mit gleichzeitigem Leuchten des Leuchtrings.

Feuerwehrmann-beim-Kampf-gegen-Brand

Beenden Sie den Test in dem sie die Funktionstaste erneut bis zum Erklingen des Quittiertones drücken. Der Gira Rauchwarnmelder Dual ist ebenfalls mit einem automatischen Funktionstest ausgestattet und überprüft somit in regelmäßigen Abständen die Versorgungsspannung und die Funktionen des Rauchwarnmelders. Zur Versorgung mit Spannung ist der Rauchwarnmelder mit einer 9 Volt Blockbatterie ausgestattet. Sollte die Batteriespannung unter einen festgelegten Punkt sinken, gibt Ihnen der Rauchmelder 30 Tage lang den Hinweis, dass die Batterie gewechselt werden muss.

Der Gira Rauchwarnmelder Dual ist während dieser Zeit dennoch völlig funktionsfähig und durch den integrierten Dämmerungssensor ist ihre vollkommene Nachtruhe gewährleistet, da die Batteriewarnmeldung für diese Zeit stumm geschaltet wird.


Wie funktionieren Rauchwarnmelder?

Rauchwarnmelder, auch Rauchmelder genannt, sind unverzichtbar in jedem Haushalt und Gebäude. Die meisten Opfer eines Brandes erwischt es nachts im eigenen Haus. Dabei ist das Gefährlichste der Rauch, der in sehr vielen Fällen zu einer Rauchvergiftung und damit auch häufig zum Tod führt. Da sind Rauchwarnmelder doch eine geringe Investition in Ihre Sicherheit, oder?

Welche Arten von Rauchmelder gibt es?

Es gibt verschiedene Varianten der Rauchwarnmelder. Hierbei unterscheidet sich die Art der Reize, die den Alarm auslösen. Dies geschieht entweder durch die konstante Messung der Verbrennungsgase (wie zum Beispiel Kohlenstoffmonoxid) in der Luft. Hierbei liegt der große Vorteil darin, dass die sogenannten Brandgasmelder auch in besonders warmen und staubigen Räumen einsetzbar, in denen andere Versionen von Rauchwarnmeldern oft versagen.

Für den normalen Haushalt sind allerdings auch die optischen Rauchmelder ausreichend. Diese erkennen das Feuer an den Reflexionen, die die Rauchpartikel in der Luft verursachen und die es bei klarer Luft nicht gibt. Alternativ sind auch Ionisationsrauchmelder im Umlauf, die durch Versendung von radioaktiven Strahlen die Gefahr erkennen.

Diese Rauchwarnmelder sind allerdings nicht zu empfehlen, da sie der Gesundheit aufgrund der Radioaktivität schaden können und nur schwer zu entsorgen sind. Weiterhin gibt es Wärmerauchmelder, die bei Überschreitung einer bestimmten Raumtemperatur ausgelöst werden. Die Schwelle liegt meistens bei etwa 60 °C.

Bei Auslösung des Alarms ertönt ein penetranter Ton, der in kurzen Abständen erklingt und Sie so aus dem Schlaf reißt bzw. Sie in den betroffenen Raum ruft oder aber die Nachbarn warnt.

Ihr Rauchwarnmelder wird mit Batterien betrieben, die rechtzeitig, meistens mit ca. 30 Tagen Vorlaufzeit, einen Warnton abgeben, damit Sie diese rechtzeitig auswechseln können.

Tipps zur Anwendung

Empfehlenswert ist es, in jedem Raum Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung einen Rauchwarnmelder anzubringen. Insbesondere bei Häusern, in denen zum Bau viel Holz oder gar ein Strohdach verwendet wurde, ist dies unerlässlich. Da die Rauchwarnmelder kleine, flache, runde und weiße Gerätschaften sind, die durch Batterien betrieben werden, lassen sie sich sehr unauffällig überall anbringen.

Dies erfolgt meistens durch Schrauben oder Dübel, um die optimale Fixierung zu garantieren. Die Decke eines Raumes ist der beste Anbringungsort, da warme Luft und Rauch bekanntlich nach oben ziehen und so am schnellsten Alarm geschlagen werden kann. Außerdem sollten Sie einen Ort wählen, den sie bei einem eventuellen Fehlalarm oder für das gelegentlich notwendige Auswechseln der Batterien gut mit einer Leiter erreichen können.

Laut der DIN-Anwendungsnorm sollten Rauchwarnmelder in Schlafzimmern, Kinderzimmern und dem Flur als Fluchtweg angebracht werden. Allerdings ist es optimal für Ihre Sicherheit, etwas mehr zu investieren und in jedem Raum einen Rauchmelder anzubringen.

Wenn Sie in einem Mehrfamilienhaus mit Gemeinschaftstreppenhaus wohnen, ist es angebracht, mit dem Vermieter über das Anbringen von Rauchmeldern im Treppenhaus zu sprechen.

Die Rauchwarnmelder sind nicht teuer und sollten in jedem Haushalt angebracht sein. Schließlich sind die kleinen Geräte Lebensretter!